Pädagogisches Konzept

der

 

VS Leoben Göß

und der

Ganztagsschule in verschränkter Form

 

an der VS Leoben Göß

 

 

 

SCHULPROFIL

 

Die VS Leoben Göß ist eine Schule, die einen umfassenden Wissenstand vermittelt, aber auch großen Wert auf das Erlangen einer gewissen Lebenskompetenz legt – die wiederum aus Lern- Handlungs- und vor allem Sozialkompetenz besteht.

 

Unser Leitsatz lautet: „Wir sollten uns weniger bemühen, den Weg für unsere Kinder vorzubereiten, als UNSERE KINDER FÜR DEN WEG!

 

Wir versuchen Kinder zu befähigen, den Herausforderungen unserer heutigen Gesellschaft gewachsen zu sein.

 

Ein großes Anliegen ist uns daher….

 

·         Selbstwahrnehmung, Kritikfähigkeit

 

·         Werte erkennen und auch leben (Höflichkeit, Einhalten von Regeln..)

 

·         Respekt gegenüber Natur und Mensch

 

·         Entwicklung einer entsprechenden Lern- und Arbeitshaltung

 

 

 

 

 

PÄDAGOGISCHES  PROFIL

 

 

 

WICHTIGE  BILDUNGS- und ERZIEHUNGSZIELE an unserer Schule sind

 

·         Förderung der Selbstständigkeit und Selbsttätigkeit (offene Lernformen..)

 

·         Förderung der Eigenverantwortlichkeit und Kritikfähigkeit

 

(Bewertungsgespräche in allen Klassen, Evaluierungen..)

 

·         Förderung der Teamfähigkeit durch aktives, soziales Handeln

 

(pädagogisches Stabilitätsprogramm- „eigenständig werden“, kooperative Lernformen, Verhaltensvereinbarungen, Einbindung der Beratungslehrer..)

 

·         Schrittweise Entwicklung einer entsprechenden Lern- und Arbeitshaltung anhand eines ANFORDERUNGSPROFILS

 

(Ausdauer, Sorgfalt, Genauigkeit, Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme,

 

Mitarbeit..)

 

·         Vermittlung grundlegender Kenntnisse und Fertigkeiten, um elementare Kulturtechniken erlernen zu können

 

·         Förderung der Fähigkeiten und Fertigkeiten, Interessen und Neigungen

 

(Naturwissenschaften, Englisch, Sportangebote, Musikschule)

 

 

 

Interessens- und Begabungsförderung an unserer Schule

 

·         Forschendes und entdeckendes Lernen – MINT , auch finanziell unterstützt durch den Service Club der Rotarier

 

·         Englisch:
 Sprachförderung, gefördert von der Bildungsregion Oberstmk Ost
  wöchentlich 1 zusätzliche Stunde  Englisch ab der 1. Klasse in 
  Begleitung eines Native Speakers

 

·         Musikschule Leoben: Gitarre, Flöte, Geige

 

·         Sport: Handball (Juri Leoben)

 

 Bewegungsland STMK: Geräteturnen

 

 Kinder gesund bewegen: Hopsi Hopper

 

 

 

Jahresschwerpunkt im Schuljahr 2019/20:

 

Fächer- und Klassenübergreifendes Projekt:

Gemeinsam die Welt entdecken

 

Ziele:                    

 

·                Förderung einer Kultur des Miteinanders

 

·                Förderung von Toleranz und Verständnis für andere Kulturen

 

·                Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Kultur,
 Sprache und  Lebensraum feststellen können

 

·                Ein globales Weltverständnis entwickeln

 

·                Reflektieren der eigenen Lebensweise

 

 

 

Beschreibung

 

Unsere Schule startet im Zuge des übergreifenden Schuljahresthemas „Gemeinsam die Welt entdecken“ ein Projekt in Zusammenarbeit mit dem wohltätigen Verein „Daraja- Die Brücke“.

 

 

 

Der Verein Daraja-Die Brücke:

 

Daraja - die Brücke ist ein unabhängiger, gemeinnütziger und ehrenamtlich tätiger Verein, der seit 2007 Menschen in Kenia unterstützt. Gegründet wurde der Verein von Studierenden der Fachhochschule für Soziale Arbeit in Linz, seitdem wird er von ehrenamtlichen Mitgliedern erfolgreich weitergeführt.

 

 

 

Projektinformation:

 

Brieffreundschaft Kenia – Gemeinsam die Welt entdecken

 

 

 

Durch die Kooperation mit dem Verein „Daraja- Die Brücke“ kann es uns als Schule ermöglicht werden, eine Brieffreundschaft im Zuge des Unterrichtes mit Kindern aus Kenia zu führen. Im Zuge dessen wird es sowohl den Kindern aus unserer Schule, als auch den Kindern aus Kenia ermöglicht, sich im freien Schreiben zu üben, soziale Kompetenzen zu erwerben, die englische Sprache situationsbedingt anzuwenden und zu erleben, sowie Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit und Gleichheit kennenzulernen.

 

Durch den monatlichen Austausch von jeweils einem Brief sollen die Kinder der Volksschule Göß die Lebensweise ihrer Freunde aus Kenia kennenlernen. Um die Kommunikation zu erleichtern, und um die Wartezeit zu verkürzen, werden die Briefe digital versendet.

 

 

 

Ganztagesschule in verschränkter Form

 

 

 

Die GTS in verschränkter Form müsste als eigener Schultyp geführt werden, um das abwechselnde Lernen/Freizeit nachhaltiger organisieren zu können. Sie ist daher von der herkömmlichen Schule bzw. Schule mit Nachmittagsbetreuung (offene Form der GTS) unbedingt zu unterscheiden.

 

Die verschränkte Ganztagesschule ist noch immer eine Besonderheit in der Bildungslandschaft. Dabei bieten sich gerade hier unglaublich viele Möglichkeiten ein BILDUNGSSYSTEM der ANDEREN ART zu LEBEN!

 

 

 

Die VS Leoben Göß ist so eine Schule…..

 

Päd. Eckpunkte in der verschränkten Form:

 

1.     Die GTS erfüllt keine familienersetzende Funktion – das ist und sollte auch Aufgabe der Eltern bleiben, beinhaltet jedoch eine familienergänzende Funktion. Die GTS leistet daher einen gesellschaftlichen Beitrag zur besseren Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf.

 

2.    Die Ganztagsschule erfüllt aber auch sozialerzieherische Funktionen, da die Kinder meist geschwisterlos aufwachsen. Die GTS bietet daher verstärkt einen sozialen Kontaktraum, Möglichkeiten zum Rollenverständnis und Rollenerwerb, Vermittlung von Brauchtumspflege, kurz sie ist ein Ort der sozialen Verantwortung.

 

3.    Die Erwartungen der Arbeits- und Berufswelt der Schulabgänger haben sich gewandelt, welche wiederum die inhaltlichen Bildungsanforderungen der Schule beeinflusst (Handlungs- und Sozialkompetenz).

 

Das erfordert ein Mehr an Zeit und Flexibilität, welche in einem Halbtagesbetrieb (auch offener Form der GTS- Nachmittagsbetreuung) nicht ausreichend vorhanden ist.

 

4.    Zuletzt darf auch noch die Chancengleichheit für Schüler/innen aus sozial und ökonomisch benachteiligten Familien erwähnt werden, unter der Voraussetzung, dass genügend personelle Ressourcen vorhanden sind.

 

 

 

 

 

Folgende Bereiche werden an der VS Leoben-Göß besonders berücksichtigt:

 

 

 

Allgemeines:

 

·         Physische Fitness:

 

Bewegungsangebote im Innen und Außenbereich

 

Bewegungsland STMK: Geräteturnen, Handball, Tennis

 

Kinder gesund bewegen: Hopsi Hopper

 

Interessens-und Begabungsgruppen

 

 

 

·         Schulische Kulturarbeit

 

Ø  Individueller Erwerb der Kulturtechniken

 

Ø  Forschendes und Entdeckendes Lernen

 

Ø  Begabungsförderung: Naturwissenschaften, Englisch

 

Ø  Projektorientiertes Arbeiten

 

Ø  Lernen in Bewegung

 

Ø  Leseförderung – unterstützt durch Lesepaten

 

Ø  Präsentationen zu den verschiedensten Jahresschwerpunkten und im allgemeinen Unterricht

 

Ø  Brauchtumspflege

 

Ø  Musikschule Leoben

 

Ø  Schulgarten mit integriertem, offenen Klassenzimmer

 

 

 

·         Soziales Lernen:

 

Grundsätzlich erwarten wir Respekt und Wertschätzung gegenüber Natur und Mensch.

 

Erwerb von Konfliktlösungsstrategien

 

Selbstständigkeit und Selbsttätigkeit

 

Übernahme von Eigenverantwortung

 

Entwicklung von Kontaktfähigkeit

 

 

 

·         Persönlichkeitsbildung:

 

Stärkung des Selbstvertrauens und des Selbstwertgefühls

 

Erkennen der eigenen Stärken und Schwächen

 

Umgang mit Gefühlen

 

 

 

·         Freizeitbereich:

 

 

 

Aufgabenbereich der Freizeitpädagoginnen

 

 

Heranführen der Schüler/innen zu einem sinnvollen FZ Verhalten und FZ Gestaltung

 

Förderung der Kreativität - experimentieren, musizieren, tanzen, zeichnen, basteln, präsentieren….

 

Förderung der Gemeinschaft – Brauchtumspflege
(Feste u. Feiern, Basare, backen, kochen, Tischkultur,

freies Spiel…)

 

Bestärken des Zusammenlebens und der Persönlichkeitsbildung

 

Leseförderung

 

Förderung des Gesundheitsbewusstseins

 

Motivation zur körperlichen Bewegung

 

Begabungs- u. Interessensförderung (Dienstags ab 14:20 Uhr: Begabungs- u. Interessensgruppen/
Auflösung der altershomogenen Gruppen, freie Wahl der Kinder nach ihren Interessen)

 

 

 

Das Ziel der Freizeit ist die Erreichung einer ausgewogenen Balance zwischen sozialem Lernen, Toben, Spielen und Kreativität, um die sozialen Kompetenzen, sowie die Interessen und Begabungen der Schüler/innen zu fördern.

 

 

 

Kommunikation und Austausch zwischen Schulleitung, Klassenlehrerinnen und FZ Pädagoginnen:

 

 

 

An unserer Schule arbeiten, sowie vom Gesetzgeber verlangt, ausschließlich Freizeitpädagoginnen (keine Nachmittagsbetreuerinnen)

 

GTS Koordinatorin: Judith Patterer

 

 

 

Der Austausch findet in folgenden Punkten seinen Niederschlag:

 

     1.)   Besprechungen:

 

·         Schulleitung – FZ Koordinator- FZ Administrator: 1xwöchentlich

 

·         Schulleitung, FZ Pädagoginnen – 1x im Monat

 

·         Klassenlehrerinnen, FZ Pädagoginnen – täglich

 

GTS Kommunikation - Austausch:
GTS-Koordinatorin: Judith Patterer

     Freizeit Koordinatorin: Claudia Gutmann

 

 

2.)   Tägliches Übergabeprotokoll: Lehrer-FZ Pädagoginnen
      (Vorfälle, Mitteilungen der Eltern…..)

 

 

 

     3.)   Wochenplanung: FZ Pädagoginnen

 

 

 

     4.)  Mittagessen:

 

     Lieferant: Jugend am Werk

 

·         Wöchentliche Auswahl aus 2 Menüs und einem glutenfreien Menü

 

·         3x jährliche Evaluierung um auf Kinderwünsche eingehen zu können

 

 

 

Gegenstandsbezogene Lernzeit (GLZ):

 

Sie umfasst 5 Wochenstunden und wird immer von einer gleichen Lehrperson in derselben Gruppe (Klasse) abgehalten. In dieser wird der Ertrag der Unterrichtsarbeit gesichert und durch entsprechende Übung gefestigt (Kein neuer Lehrstoff!).

 

Die GLZ Stunde kann auch, zum Unterschied zur offenen Form der GTS (Nachmittagsbetreuung) im Laufe des Vormittags abgehalten werden.

 

 

 

Die Pädagoginnen aus Unterricht, Lern- und Freizeit arbeiten zusammen im Team und stimmen die Angebote aufeinander ab.

 

An unserer Schule werden die Schüler/innen nachmittags meist in den kreativen bzw. sportlichen Fächern unterrichtet. So bleibt in der möglichen Konzentrierungsphase der Kinder genügend Zeit zum Üben und Festigen.

 

Auf freiwilliger Basis dürfen die Kinder auch am Nachmittag in der FZ ihre Arbeiten fertigstellen. Dabei achten aber Lehrer/in und FZ Pädagogin darauf, dass das Kind nicht überfordert wird.

 

Die Freizeitpädagogen werden auch im Unterricht begleitend eingesetzt.

 

·         bei großen Klassen in WE, Projektunterricht……

 

·         Religion – Betreuung der o.B.- und Islamkinder oder Schüler/innen anderer   Konfessionen

 

·         Begleitung beim Eislaufen, Schwimmen, Projektveranstaltungen

 

 

 

Interessens- und Begabungsförderung: 1 bis 2x in der Woche ab 14;20 Uhr, durchgeführt von den FZ Pädagoginnen,

 

Wöchentlicher Vorbereitungsplan wird mit GTS Koordinatorin und Schulleitung besprochen.

 

Zurzeit vorhandene Infrastruktur für 3 GTS Gruppen (57 Schüler/innen)

 

1 Gruppenraum, 1 Atelier

 

1 Küche mit einem Speiseraum und einem Vorraum

 

Turnsaal als Bewegungsräume, Aulabereich – Sitzmöglichkeiten/Ruhebereich

 

Durchgehend breiter Gang im Erdgeschoß, der zurzeit vor allem bei Schlechtwetter für Spielestationen genutzt wird.

 

 

 

Gewünschte Kooperation zwischen Pädagoginnen und Eltern

 

 

 

·         Es kann nicht garantiert werden, dass alle schulischen Arbeitsaufträge von jedem Schüler/jeder Schülerin stets ordentlich erledigt werden. Nicht jedes Kind ist immer gleich aufnahme- und leistungsbereit (Tagesverfassung).

 

Die Eltern/Erziehungsberechtigten werden gebeten, sich diesbezüglich an die jeweiligen Absprachen mit den Klassenlehrerinnen zu halten (Klassenforum)

 

Durch das Interesse der Eltern an der Arbeit Ihres Kindes, erfahren diese zudem auch Wertschätzung und Interesse an ihrem schulischen Fortkommen.

 

·         Wir unterstützen das Kind gerne in seinem schulischen Fortkommen und beim Großwerden.

 

Spezielle Einzelbetreuung (z.B.: vermehrter Förderbedarf/Nachhilfe) sind jedoch aufgrund der vorgegebenen Tagesstruktur und der mangelnden Personalressourcen nicht leistbar.

 

 

 

Tätigkeiten wie Schuhschlaufen binden, Händewaschen nach dem WC- Gang oder Essen mit Messer und Gabel, sowie das Einpacken der Schultasche und Erledigen von Arbeitsaufträgen, sollten zuhause geübt werden.

 

 

 

Durch die Einbringung aller an Schule beteiligter Personen und durch die aktive Mitarbeit der Eltern am Schulleben kann dazu beigetragen werden, Schule in Bewegung zu bringen und nachhaltig zu verändern.

 

 

 

VDir. Melitta Streitmaier

 

 

Bildquelle:http://ideenreise.blogspot.co.at/2016/03/englischplakat-varianten.html